Schon zu dem Zeitpunkt, als wir uns für die Weltreise entschieden haben und uns dann auch erstmals intensiv mit der Route beschäftigt haben, wussten wir, dass die Galapagos Inseln definitiv auf unsere Liste kommen. Als es dann endlich soweit ist, können wir es kaum noch erwarten auf die Inseln zu gelangen, auf denen Darwin so lange geforscht hat.

Von Quito über Guayaquil fliegen wir 3:30 Stunden nach Baltra Island. Schon am Flughafen merkt man, dass man es hier mit einem exklusiveren Reiseziel zu tun hat. Das Gepäck wird ausführlicher gecheckt als sonst, wir zahlen 20 Dollar Bearbeitungsgebühr und bei der Ankunft sind weitere 100 Dollar fällig. Die sollte man unbedingt in bar mitbringen, die Möglichkeit mittels Kreditkarte zu zahlen, besteht nicht. Allerdings wird man am Flughafen nirgends darauf hingewiesen. Offensichtlich wissen bei der Einreise aber alle über diese Handhabe Bescheid, außer wir – wir finden zwar einen Geldautomaten in der Ankunftshalle, aber verpassen durch diese ganze Aktion den Bus auf die Hauptinsel Santa Cruz. Verdammt. Aber alles halb so schlimm, der nächste Bus lässt nicht lange auf sich warten und Boote zwischen Baltra Island und Santa Cruz verkehren im Minutentakt.

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Von einem australischen Pärchen, das wir noch in Kolumbien kennen gelernt haben, bekommen wir einen tollen Nächtigungs-Tipp. Marcello, der Besitzer, ist wahnsinnig bemüht uns einen tollen Aufenthalt zu verschaffen. Dank ihm lassen wir einige Touristenfallen aus. Er kennt die besten und günstigsten Angebote und hilft uns bei allen Fragen so gut er kann. Simone wurde schon in Kolumbien mit einer Baywatch Schauspielerin verwechselt (ja, die Ähnlichkeit ist wirklich verblüffend), da kommt auch Marcello mit einem TV-Star-Vergleich ums Eck. Er fragt, ob es möglich sei, im Laufe der Tage ein Foto mit Simone zu machen. Immerhin trifft man nicht alle Tage einen Star. Klar, das lässt sich einrichten! Schön langsam kommt die Frage auf, ob wir Simone hier in Südamerika nicht vermarkten sollten 🙂

Nachdem wir uns in unserem Zimmer eingerichtet haben, gehen wir auf Erkundungstour. Die Insel Santa Cruz ist die am höchst besiedelte aller GalapagosInseln. Auch wenn hier die meisten Menschen leben, stört das die vielen Tiere nicht im geringsten – sie lassen sich ihren Lebensraum nicht wegnehmen und sind überall anzutreffen.

Seelöwen liegen auf der Promenade, lassen sich sonnen und hunderte von Leguanen tun es ihnen gleich.

Man muss regelrecht über „Leguan-Haufen“ drübersteigen, weil sie alle aufeinander liegen und teilweise die Wege komplett blockieren. Schon jetzt kommen wir aus dem Staunen nicht mehr raus. Und ist das Gefühl diesen Tieren so nah zu sein anfangs noch angsteinflößend, gewöhnt man sich doch relativ schnell an ihr Dasein. Lässt du sie in Ruhe, lassen sie dich in Ruhe. As simple as that.

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Von nun an jagt ein Highlight das andere, am nächsten Tag fahren wir nämlich mit einer weltreisenden vierköpfigen Familie aus Paris zur Forschungsstation der Riesenschildkröten: El Chato. 170 Jahre sind sie teilweise alt, sehr gemächlich unterwegs und machen ihrem Namen alle Ehre. Ihre Größe ist beeindruckend!! 2000 Fotos später erkunden wir noch weiter die Gegend, inklusive dem größten Lavatunnel aller Inseln.

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Am Nachmittag machen wir eine Wanderung zum Strand Tortuga Bay und sind nach 45 Minuten Fußmarsch abermals mehr als beeindruckt, welch einmalige Landschaft sich vor uns auftut. Mittlerweile haben wir schon einige traumhafte Strände gesehen, aber dieser ist wirklich einzigartig!

Unberührte Natur, schneeweißer und feinster Sand, türkises Wasser und mitten in der Idylle die schwarzen Wasserleguane. Einfach nur beeindruckend.

Das beste daran: Kaum eine Menschenseele ist zugegen, nur in der Bucht sind geschätzte 30 Leute und genießen ebenfalls die Abgeschiedenheit. Stundenlang beobachten wir die vielen verschiedenen Vögel, die im Sturzflug die Fische im Wasser jagen. Sowie die Leguane, die erschöpft nach ihrem Ausflug ins Meer wieder an den Strand gekrochen kommen und mit letzter Kraft ein Sonnenplätzchen aufsuchen, um ihre Reserven wieder aufzuladen. Wasserleguane können bis zu 20 Minuten unter Wasser bleiben, was ein wahres Wunder ist, wenn man bedenkt, dass sie genau wie der Mensch, mit der Lunge atmen. Ihr klarer Vorteil gegenüber uns ist allerdings, dass sie ihren kompletten Kreislauf in der Zeit auf ein Minimum reduzieren können und die Organe so gut wie kaum arbeiten und damit Energie sparen.

Tobias kann es sich irgendwann nicht mehr verkneifen und will die Schnelligkeit der Leguane testen. Kommen sie am Strand liegend sehr träge daher, können sie aber rasend schnell laufen, wenn sie sich bedroht fühlen. Simone will es noch verhindern, aber da ist es schon passiert. Einer der Leguane flüchtet vor Tobias. Und in der Tat – er ist wirklich blitzschnell, was man ihm so nicht zutraut! Die Sonne scheint, wir sind an einem der schönsten Plätze der Welt und genießen den Anblick in vollen Zügen.

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Wir haben mal wieder großes Glück – nicht nur, dass wir in der Reise-Nebensaison unterwegs sind, sondern auch in der Langusten-Hochsaison. So machen wir uns abends auf die Suche nach einem einheimischen Restaurant und essen die erste Languste unseres Lebens. Waaaahnsinnig lecker! Und wenn man die Handhabe mal raus hat, wird man auch wirklich satt von dem Ding. Jetzt schon haben wir uns in Galapagos verliebt. Absolute Reiseempfehlung!!!

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Am nächsten Tag begleitet uns unser herzallerliebster Gastgeber Marcello vom Hotel zum Hafen, wo wir ein Boot auf die benachbarte Insel Isabela nehmen. Angeblich ist diese Insel noch um einiges ursprünglicher als Santa Cruz. Und das sollte sich auch bewahrheiten.

Zwei Stunden dauert die Überfahrt, die one way 30 Dollar pro Person kostet. Und um diese Bootsfahrt einigermaßen zu überstehen braucht man einen wirklich guten Magen – und wenn man den nicht hat, dann sind Tabletten unumgänglich. Nach fünf Tagen auf dem Segelboot von Panama nach Kolumbien ganz ohne Beschwerden sind wir leider davon ausgegangen, dass uns auch diese Fahrt nichts anhaben wird. Weit gefehlt – ein Speedboot ist dann doch nochmal eine andere Nummer. In Höchstgeschwindigkeit preschen die einheimischen Kapitäne, die diese Tour am Tag zweimal machen, über meterhohe Wellen und scheren sich wenig über einen etwaigen Bandscheibenvorfall, den man bei dem Gehüpfe leicht davon tragen kann.

Immerhin verteilt die Crew zu Beginn Kotztüten – das muss also reichen.

Zwei Stunden lang versucht sich Simone auf einen Punkt in der Ferne zu konzentrieren – das soll angeblich helfen. Immerhin hält sie die Fahrt durch, auch wenn, sobald im Zimmer angekommen, das Unglück doch noch passiert. Aber die Aufregung überwiegt dann doch und das flaue Gefühl im Magen verflüchtigt sich auch irgendwann, also machen wir uns auf den Weg.

Die Isla Isabela ist wirklich noch sehr unberührt und die Tierwelt nochmal einen Tick ausgeprägter. Es ist schön zu sehen, dass es noch Orte auf der Welt gibt, die noch nicht so touristisch erschlossen sind. Der Stadtkern ist sehr überschaubar, es gibt nur wenige Hotels und auch nur eine Handvoll Restaurants. Die Straßen sind nicht asphaltiert, sondern eher planierte Sandbahnen. Aber der Fortschritt ist auch hier wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit.

Die Einheimischen erzählen uns, dass noch vor wenigen Jahren kein einziges Hotel existierte und auch nur ein Restaurant.

Die Entwicklung macht auch hier nicht Halt und bald sieht diese Insel mit Sicherheit ganz anders aus. Wer schon immer mal hin wollte: so bald wie möglich buchen!

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Isla Isabela hat landschaftlich eine Menge zu bieten, deshalb schließen wir uns einer Vulkantour auf den immer noch aktiven Sierra Negra an. Da die Galapagos Inseln Nationalpark Gebiet sind, darf man nur ausgewählte Bereiche auf eigene Faust erkunden. Der Großteil ist nur mit einem ausgebildeten Guide betretbar. Was definitiv Sinn macht, da der Mensch im Alleingang oft den Hang hat, die unberührte Natur zu zerstören und mit Müll zu übersäen.

Angeblich hat der Sierra Negra den zweitgrößten Krater der Welt und ist außerdem einer der aktivsten Vulkane auf Galapagos. Er liegt auf einer Höhe von 1124m und ist zuletzt 2005 ausgebrochen. Man konnte die fließende Lava sogar besichtigen, die Gefahr ist also überschaubar.

Wir fühlen uns wieder einmal so als ob wir auf einem anderen Planeten unterwegs wären. Schwarz, rot und gelb sind die dominierenden Farben, der Weg ist von wunderschönen Kakteen übersät. So muss sich ein Gang über den Mond anfühlen – nur ohne Kakteen. Man spürt – je näher man dem Vulkan kommt – die Wärme, die von ihm ausgeht. Auch der charakteristische „faule Eier“ Schwefelgeruch steigt uns in die Nase. Insgesamt passieren wir drei verschiedene Vegetationen innerhalb von zwei Stunden. Die Galapagos Inseln sind wirklich spektakulär!

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Wir legen in den letzten Wochen unzählige Kilometer zu Fuß zurück und man würde meinen, dass sich unsere Beine schön langsam an diese Strapazen gewöhnen. Aber irgendwie scheint das Gegenteil der Fall zu sein. Mittlerweile müssen wir unsere müden Beine schon zwingen, weiter durchzuhalten. Vielleicht wäre eine Pause angebracht, aber wer will das schon, wenn man sich an einem der schönsten Orte der Welt befindet?

Wie so oft treffen wir bei Ausflügen auf Unikate, in diesem Falle auf eine sympathische Alleinreisende aus Holland! Sie ist eine ausgesprochene Frohnatur, springt durchs Leben, lacht viel und nimmt sich selbst nicht so ernst. Es ist immer wieder schön, auf inspirierende Leute zu treffen, die das Leben in vollen Zügen genießen.

Wir lieben diesen positiven Spirit beim Reisen!

Am nächsten Tag erleben wir wohl das spektakulärste Abenteuer dieses Trips. Wir fahren zum Schnorcheln an die berühmten, von Lava ober- und unterhalb des Wassers geformten Steinformationen Los Tuneles mit ihrer beeindruckenden Unterwasserwelt. Ja, der eine oder andere aufmerksame Leser erinnert sich bestimmt noch an Simones Liebe zum Schnorchelsport. Man kann die Galapagos Inseln aber leider nicht verlassen ohne einmal untergetaucht zu sein und so überwindet sich Simone erneut zu diesem Ausflug. Aber nicht auf eine coole, „let’s do it – I can do it“ Art und Weise, sondern eher auf eine leicht hysterisch, zitternde und panische Art und Weise 😉

Wir treffen früh morgens auf unseren Schnorchel Guide Carlos, der zu einem Viertel Italiener ist. Dieses Viertel spiegelt sich vor allem in seinem Temperament und seiner Einstellung zum Leben („Bella vita!“) wider. Er lebt seinen Beruf zu 100 Prozent und ist ein bekanntes Original auf der Insel. Bescheiden wie er ist, erklärt er uns, dass er ohne weiteres als Bürgermeister kandidieren könnte und wahrscheinlich einstimmig gewählt werden würde. In der Tat – alle begrüßen ihn freundlich und mit Handschlag. Mit jedem hält er ein kurzes Schwätzchen und auf dem Boot angekommen, kommt er dann richtig in Fahrt. Singen soll das nötige Glück bringen, um später ein Seepferdchen im Wasser zu sehen. Er legt also los und wir stimmen mit ein. Wir singen italienische oder englische Lieder und am Ende „Bruder Jakob“ in verschiedenen Sprachen als Kanon. Wenn das nicht hilft…

Nach 45 Minuten gibt es (vor allem für Simone) kein Zurück mehr, wir ziehen unsere Neoprenanzüge an und setzen die Schnorchelmasken auf. Noch einmal vergewissert sich Simone, ob sie diesen Ausflug überleben wird, was sie tun soll, wenn ein Hai sie angreift, etc. Aber wenn Carlos was draufhat, dann eine Entspanntheit und Ruhe auszustrahlen. Ohne müde zu werden, redet er beruhigend auf sie ein und bestätigt noch einmal, dass nichts passieren wird.

3,2,1… wir springen ins Wasser, testen unsere Masken und folgen Carlos, der natürlich die guten Spots kennt. Es dauert nicht lange und die erste Riesenwasserschildkröte taucht neben uns auf.

Ihre Erscheinung ist einfach nur atemberaubend und sie ist noch größer, als ihre Schwestern, die ebenfalls schon riesigen Landschildkröten.

Die Wasserschildkröten sind so groß, wie wir selbst und die Ruhe in Person. Da sie nicht besonders gut sehen, denken sie, wir wären ihre Artgenossen und lassen sich demnach überhaupt nicht von uns stören. Nachdem wir dieses Wunder der Natur eine Weile beobachten, führt uns Carlos zu einer Unterwasser-Höhle. Einem nach dem anderen (wir sind tollerweise nur zu viert, fast wie eine Privattour) hilft er uns, tief unters Wasser zu tauchen, um 15 teilweise schlafende, 2,50 m lange Riffhaie zu beobachten. Ein unvergessliches Bild, diese majestätischen Tiere in Action zu erleben!! Simone bekommt keine Herzattacke – im Gegenteil: sie scheint von ihrer Angst geheilt!

Weiter geht’s mit Seelöwen, weiteren Riesenschildkröten, Pinguinen, allen möglichen bunten Fischen uuuund weil wir so brav gesungen haben, werden wir mit dem Seepferdchen auch noch belohnt!!

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Wir können unser Glück kaum fassen und sind noch eine Weile von diesem Erlebnis berauscht. Aber was wäre ein Besuch auf den Galapagos ohne das Nationaltier, den Blaufußtölpel, gesehen zu haben? Genau, nicht vollständig. Deshalb zeigt uns Carlos auch noch eine junge Blaufußtölpel Familie, mit einem drei Monate alten Küken, das mittlerweile schon größer als die Eltern ist.

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Traurige Geschichte am Rande: das Küken wird nicht mehr lange leben. Das immer wiederkehrende Wetterphänomen „El Niño“ ist dieses Jahr besonders stark und vertreibt die Fische, die das zu warme Wasser nicht mögen. Weniger Fische, weniger Futter. Teilweise müssen die Seelöwen, Pinguine und Vögel so weite Strecken zurücklegen, dass die Kleinen nur noch in unregelmäßigen Abständen zu Nahrung kommen. Manchmal finden sie auch gar nichts. Wie in dem Fall der Blaufußtölpel-Familie (die ihren Namen den blauen Füßen und ihrem tollpatschigen Verhalten zu verdanken haben). Ob Simone das Küken mitnehmen und füttern darf? Leider nein. So schwer es auch für unseren Guide Carlos ist, in den Kreislauf der Natur darf niemand eingreifen. Das würde alles noch schlimmer machen. Simone wird den Kleinen jedenfalls immer in Erinnerung behalten.

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Später am Tag müssen wir wieder auf das 30$-Horrorboot zurück nach Santa Cruz. Dieses Mal sind wir schlauer und nehmen noch zwei Tabletten. Die helfen tatsächlich gegen die Übelkeit, der Rücken tut aber trotzdem weh. Bei einem Sprung über eine Welle verreißt sich eine ältere Dame so den Nacken, dass sie bis zum Schluss starke Schmerzen hat.

Natürlich checken wir wieder bei unserem Kumpel Marcello ein, der sich wahnsinnig freut, dass wir wieder zurück sind. Am Morgen danach hat er auch seinen Freund eingeladen, der dann endlich das ersehnte Foto schießt. Tobi schummelt sich unbeabsichtigt auch vor die Kamera. Diese Aktion war bestimmt nicht im Sinne des Erfinders, aber Marcello trägt es mit Fassung 🙂

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Wir wollen noch einmal Schnorcheln gehen und die Tierwelt weiter erkunden, also machen wir uns wieder auf den Weg in abgelegene Gefilde, in einer Bucht nahe Puerto Ayora schnorcheln wir in 15 m tiefen, glasklarem Wasser, man sieht jedes Detail, beeindruckend. So verbringen wir den Tag mit etwas weniger Action, aber erneut mit tollen Eindrücken. Galapagos wird auf jeden Fall zu einem unserer Top-Highlights!!

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An dieser Stelle sei gesagt, dass eine Reise auf die Galapagos Inseln auch für Backpacker bezahlbar ist. Natürlich kostet der Flug vom ecuadorianischen Festland nicht gerade wenig (350 – 400€, bei uns im Around-The-Worl-Ticket inkludiert und somit viel günstiger) und der Eintritt von 120$ schlägt auch ein Loch in die Reisekasse, aber auf den Inseln selbst gibt es auch sehr günstige Übernachtungsmöglichkeiten (ab 10$) sowie sehr günstige Restaurants (3,5$ für ein Mittagsmenü). Die angebotenen Touren haben wir dank Marcellos Tipps viel günstiger gekriegt und teilweise klug selber organisieren können, auch das spart Geld. Das Vorurteil, die Galapagos Inseln seien per se teuer, stimmt also definitiv nicht.

Am letzten Abend gönnen wir uns Berge von Schokolade und fallen irgendwann erschöpft, aber sehr zufrieden ins Bett, morgen geht unser Flieger zurück aufs Festland nach Quito.

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Diese Weltreise wird einfach immer und immer besser!