12 Stunden Flug und 24 Stunden ohne Schlaf später, sind wir endlich in Vancouver angekommen und haben somit den Start unserer Weltreise eingeläutet. Wir wurden an der Grenze nicht verhaftet, haben ein schönes, quasi neues Mietauto bekommen und auch noch ohne Umwege unsere Airbnb Unterkunft gefunden. Besser hätte es nicht laufen können!

Und am nächsten Tag ging es gleich weiter mit positiven Ereignissen, nämlich mit der Erkenntnis: Vancouver ist eine großartige Stadt!

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Oder besser gesagt: VancOUver. Hier liegt nämlich die Betonung, wie wir von den Einheimischen lernen. Manche nennen ihre Stadt auch liebevoll „Couva“. So wie viele Leute Manchester United einfach ManU nennen. Und wenn wir thematisch schon den Sport streifen: die Vancouveraner, wie wir sie liebevoll nennen, sind absolute Sportskanonen. Sie präsentieren gerne ihre gestählten Körper, in den sie viel Liebe, Zeit und Geld investieren. Aber es ist auch einfacher sich fit zu halten mit dem Strand vor der Haustür (zumindest reden wir uns das ein, um unsere zuletzt unsportliche Phase zu rechtfertigen 🙂 ).

Um Taten folgen zu lassen, sind wir tags darauf an den von Touristen wie von Einheimischen geliebten Ort gepilgert:

Grouse Mountain – DER Hausberg von Vancouver
ist 1.231m hoch.

Unser super netter und liebenswürdiger Airbnb Host Rajan (ursprünglich aus Sri Lanka und leidenschaftlicher Koch und Gastgeber) hat uns nicht nur genau den Weg erklärt, sondern auch, dass wir gutes Schuhwerk anziehen und genügend Wasser mitnehmen sollen. Und um die Knie zu schonen bitte auf keinen Fall im Anschluss runter gehen, sondern die Gondel nehmen. Jaja – wir waren vielleicht in letzter Zeit nicht mehr sooo sportlich unterwegs, aber bitte, immerhin sind wir in den Bergen aufgewachsen – was sind da schon 853 Höhenmeter? In 45 Minuten schafft Rajan es den Berg hoch, gab er uns noch mit auf den Weg. Simone – ehrgeizig und optimistisch – sah sich schon die 45 Minuten unterbieten und Rajan freudig ihre Bestzeit verkünden. Hmm, erst mal war es unglaublich zu sehen, wie die Einheimischen auf den Grouse Mountain teilweise hoch JOGGEN. Bei 20min liegt der Rekord…

Nach einer Stunde und 15 Minuten haben wir es dann auch geschafft und waren dermaßen von Schweiß durchtränkt, dass wir kaum noch die Kamera halten konnten… Und wen es interessiert: Ja, wir sind am Ende mit der Gondel runter gefahren!

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Was in VancOUver viel Spaß macht und wir sehr empfehlen können: die Stadt mit dem Rad zu erkunden! So ist man mitten drin im Lifestyle der Vancouveraner und die Radwege sind perfekt ausgebaut – teilweise mit atemberaubendem Ausblick an der Küste entlang. Dabei trifft man auf viele andere Sportbegeisterte, die schwimmen, Beach-Pong spielen, Inline skaten, Fitness oder Yoga machen oder auf zahlreichen Sport-Feldern unterschiedlichste Sportarten betreiben. In einer Stadt, in der selten Temperaturen unter dem Gefrierpunkt gemessen werden, kann man hervorragend das ganze Jahr Sport machen.

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Am sogenannten „second beach“, wo der Stanley-Park im Westen so richtig beginnt, gibt es ein Freibad am Strand – direkt am Meer. „Swim with a view“ könnte man sagen. Wir haben unseren Durst bei sommerlichen 28 Grad (gefühlt 35) an dem dort aufgebauten, öffentlichen Trinkbrunnen gestillt (in Vancouver kann man das Wasser bedenkenlos aus der Leitung trinken) und dabei Kinder an einer Wasserrutsche beobachtet.

Hier kommt dann das Britische durch…

…denn alle Kinder haben schön brav in einer Reihe unten an der Treppe gewartet, bis das Kind oben auch wirklich runter gerutscht ist. Erst dann ist das nächste hochgestiegen. Man reiht sich eben gerne ein und wartet – auch im Straßenverkehr ist das zu beobachten. Kein Gehupe, kein Gedrängel. Kommt man an eine Kreuzung, dann gilt zwar wie bei uns rechts vor links, aber der Kanadier schaut lieber erst mal in Ruhe was passiert, bevor er drauf los fährt. Sicher ist sicher. Wer zuerst Gas gibt, fährt also als erstes.

Das Klischee, Kanadier seien entspannt und easy drauf hat sich für uns zu 100% bestätigt. Und nicht nur das, sie sind auch sehr freundlich. Ausnahmslos alle Leute, mit denen wir ins Gespräch gekommen sind, haben sich Zeit für uns genommen und waren sehr nett. Hektik scheint ein Fremdwort zu sein und generell sind die Leute hier offen und tolerant. Man hat förmlich das Gefühl, dass sich die Leute für einen interessieren, weil sie nicht nur Antworten geben, sondern auch das Gespräch suchen.

Ein interessanter Gesprächspartner (mit dem wir auch ein Interview gemacht haben, das du bald HIER nachlesen kannst) hat einen schönen Satz zu uns gesagt, der das Lebensgefühl hier gut zu treffen scheint:

„Die Kanadier verstehen es zu leben, sie verstehen es, den Tag und den Moment zu genießen und das beste daraus zu machen.“

Nach vier Tagen in Vancouver haben wir keinen Zweifel daran!

Als krönenden Abschluss gab es noch ein einmaliges Event zu bestaunen. Einmal im Jahr wird ein dreitägiges Feuerwerk in der Stadt veranstaltet. Das wollten wir uns nicht entgehen lassen und sind deshalb noch eine Nacht länger geblieben. An der Stelle nochmal vielen Dank an unseren Gastgeber Rajan, der uns so kurzfristig nochmal Unterkunft gewährt hat, obwohl er schon ausgebucht war. Er hat uns sein Schlafzimmer überlassen und hat bei einem Freund übernachtet – so sind sie eben, die Vancouveraner: gastfreundlich bis in die Haarspitzen!

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Am English bay beach wurde also an diesem Abend ein Feuerwerk-Wettbewerb abgehalten. Kurz erklärt: Mehrere Nationen batteln sich jedes Jahr eine Woche lang im Feuerwerk-Schießen. In diesem Jahr mit dabei: China, Brasilien und Gastgeber Kanada. In jeder Nacht bestaunen sage und schreibe 300-400.000 Zuschauer die bunten Himmelsbilder direkt vom Strand aus und wir waren mitten drin!

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Vancouver, es war uns eine Ehre und wir sehen uns hoffentlich bald wieder!