Salar de Uyuni. Der größte Salzsee auf diesem Planeten. Wir nehmen einen Nachtbus, um in die am östlichen Ufer gelegene Stadt Uyuni zu gelangen. Frühmorgens werden wir wach, das allererste Licht am Horizont ist nur vage zu erkennen. Es ist dunkel, saukalt und die Straße besteht aus grauem Sand/Salz. Man fühlt sich wie in einem Computerspiel: der Bus gleitet wie ferngesteuert samtweich dahin, nur einige Schlaglöcher holen einen in die Wirklichkeit zurück. Die Lendenwirbel wünschen einen Guten Morgen! Spätestens jetzt ist auch die tief schlafende Simone wach. Müde und etwas gerädert kommen wir zwei Stunden eher an, als man uns mitteilte.

Der als Militärstützpunkt geplante Ort Uyuni sieht wie eine verlassene Stadt im Wilden Westen aus.

Alle Fenster und Türen sind zu, nirgends brennt Licht, der Wind pfeift durch die Straße, keine Menschenseele, keine Bewegung. Irgendwie unheimlich. Zum Glück begrüßt uns eine nette Dame direkt am Bus, sie gibt uns eine Visitenkarte von einem Café, das extra für Touristen bereits um fünf Uhr morgens öffnen würde. Die Rettung scheint nahe für Simone, die Kaffee über alles liebt. Anfangs sind wir skeptisch, aber es bleibt uns nicht viel übrig, als der Dame zu folgen. Dort angekommen scheint es tatsächlich der einzige Ort zu sein, der weit und breit geöffnet hat. Fast alle Tische sind besetzt, wir sind also nicht die ersten, vor uns muss ein anderer Bus angekommen sein. Manche liegen und schlafen sogar am Boden, die klirrende Kälte zieht bei jedem Türöffnen gnadenlos hinein. Wir unterhalten uns stundenlang mit einem netten Mexikaner, auch er muss die Zeit bis 10:30 Uhr totschlagen, dann starten die meisten Touren.

Eine gefühlte Ewigkeit später sitzen wir in einem Toyota Landcruiser (Modell 1997), einem extrem robusten Geländewagen, wie uns der Fahrer erzählt. Er ist nicht kaputt zu kriegen, weshalb 99% aller Fahrer dieses Modell besitzen. Wir lernen Saskia und Koen aus Amsterdam, Julien aus Australien und Lina aus Deutschland kennen. Zu sechst brausen wir davon in die ewige Weite. Erste Station ist der Cementerio de trenes, der Zugfriedhof.

Hier rosten zahllose Waggons und Loks vor sich hin.

Der Zahn der Zeit nagt am Stahl und ein paar Gleise werden ebenso einfach ihrem Schicksal überlassen – mitten im Nichts.

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Man zahlt keinen Eintritt, es gibt keine Absperrung, man kann machen, was man will. Ein tolles Gefühl, so etwas würde es in vielen anderen Ländern nicht geben – der Tourist ist sich selbst überlassen! Das bedeutet natürlich auch, dass es keine Sicherheitsstandards gibt, wenn etwas passiert beim Rumklettern: selbst Schuld! :-) So kann man Touristen auf die harte Tour erziehen, das werden wir in den nächsten Tagen noch ein paar Mal erleben. Bolivien ist eben anders!

Auf dem Weg zur Isla Incahuasi kommen wir an den berühmten Salzkegeln in Colchani vorbei. Sie sehen aus wie kleine Brettspielfiguren und ragen erhaben meterhoch aus dem Boden. Während der Regenzeit glänzen und schimmern die Kegel und der umliegende Boden. Bei uns war Wasser absolute Mangelware, weshalb wir sie im trockenen Modus zu Gesicht bekommen:

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Simone vollführt Kunststücke und testet ihre Balance. Wir sind bereits jetzt fasziniert von dieser unglaublichen Weite, von diesem großen Nichts, das einen umhüllt. Wie weit das Auge reicht, man sieht nur weiß-graue Salzkruste, am Horizont blauen Himmel und den einen oder anderen Berg. Beeindruckend!

Das erste Anzeichen von Zivilisation ist ein großer Raum, in dem manche ihr Mittagessen zu sich nehmen und kleine Snacks kaufen. Daneben gibt es ein Denkmal aus Salz für die härteste Rally der Welt: Dakar, die unter anderem auch in Bolivien stattfindet (sie führt im Jahr 2016 beispielsweise durch Argentinien und Bolivien). Wir halten den Atem an, als zwei furchtlose Touristinnen einen Handstand auf dem 4m hohen Dach des Denkmals vorführen.

Wie gesagt: in Bolivien ist alles erlaubt! Auch dumme Ideen.

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Zahlreiche Länderflaggen zeugen von den vielen Nationen der Piloten, die im Zuge der Rally vorbei gekommen sind. Simone freut sich, als sie den Bundesadler auf Rot-Weiß-Rot erblickt!

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Weil allen langsam der Magen knurrt und das Verlangen nach Trinkwasser groß ist, peilen wir das Mittagessen an. Aber natürlich nicht im Restaurant, sondern an einem der exklusivsten Picknickplätze der Welt: mittendrin in der Salzwüste, wo weit und breit kein Tischnachbar beim Essen stört. Nach nur 15 Minuten Fahrt fühlt man sich wie auf dem Mond. Die zahlreichen Geländewagen (es gibt Dutzende Touren pro Tag) verteilen sich in dieser großen Weite problemlos. Wir steigen aus und sehen nichts als eine riesige, weiße Salzfläche. Unterbrochen nur von fast symmetrischen Rissen im Boden. Der Fahrer richtet im Kofferraum des Wagens ein Buffet her und wir nutzen die Zeit um Fotos zu machen.

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Die Sonne knallt erbarmungslos herunter, ab und zu bricht man im Salz ein und das darunterliegende Wasser kommt zum Vorschein. Für Zahlenfreaks, und um eine Vorstellung der Dimensionen zu bekommen, hier ein paar Hausnummern der Salzwüste: sie ist 140 km lang und 110 km breit. Teilweise ist die Salzkruste 70m tief, auf der 10.500 km² großen Fläche können problemlos Lkws und Busse fahren. Jährlich werden 25.000 Tonnen Salz abgebaut und die Salar de Uyuni beherbergt eines der weltweit größten Lithiumvorkommen überhaupt. Das macht sie als Rohstoffgeber für die Elektronik- und Automobilindustrie sehr wertvoll (z.B. Herstellung von Batterien).

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Das Essen schmeckt überraschenderweise sehr gut und wir lernen unsere Mitfahrer erstmals etwas besser kennen. Das junge Paar aus Holland ist lustig und auf unserer Wellenlänge, während das andere Paar, allen voran Lina, sich alle Mühe gibt, alles schlecht zu reden und über alles zu meckern. Sie lebt das deutsche Klischee! Wir fragen uns, ob man in einer Salzwüste tatsächlich einen Komfort wie im heimischen 4-Sterne-Hotel, im heimischen Luxus-Auto und einen 1-A-Tourguide erwarten sollte? Wohl eher nicht. Abgesehen davon sind wir in Bolivien und nicht in Zentraleuropa. Reisen soll angeblich bilden und einen die innere Mitte finden lassen, im Falle von Lina wünschen wir ihr das von ganzem Herzen!

Gonzalo, unser Fahrer, Koch, Tourguide und gute Seele in Personalunion, prescht mit seinem Landcruiser weiter Richtung Süden. Wir freuen uns, einfach aus dem Fenster zu schauen und die einzigarte Landschaft vorbei ziehen zu lassen.

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So etwas haben wir noch nie gesehen!

Da Gonzalo nur einige Brocken Englisch spricht, sind die drei Tage ein weiterer kostenloser Spanischkurs für uns. Wenn es doch mal hapert und komplizierter wird, übernimmt der Koen und übersetzt für uns alle. Er hat einige Monate in Lateinamerika verbracht und Spanisch gelernt. Irgendwie kann man sich aber sowieso immer verständigen!

Nach einiger Zeit kommen wir an der Isla Incahuasi an. Man mag es kaum glauben, hier wachsen auf 3.600 m Meereshöhe hunderte Kakteen! Der Boden ist hart und scharf, vor 1000en von Jahren war hier alles unter Wasser, teilweise sieht man das typische Korallen-Gestein. Wir machen einen kleinen Rundgang auf der Insel und von oben haben wir einen genialen 360-Grad-Ausblick.

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Kurze Zeit später checken wir in einem komplett aus Salz gebauten Hotel ein.

Selbst die Stühle und Tische sind aus Salz geformt. Alles sehr rustikal, alles im Wüstenstyle, uns gefällts! Beim Abendessen zischen wir ein paar Bierchen und tauschen Reisegeschichten aus.

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Am frühen Morgen (auch hier richtet sich der Lebensrhythmus exakt nach der Sonne – macht auch Sinn!) brechen wir auf und durchfahren die atemberaubende Landschaft. Strahlend blauer Himmel, keine einzige Wolke, sich ständig verändernde Vegetation, unnatürlich schön aussehende Pflanzen und das große, weite Nichts zeigen sich. Und zum ersten Mal treffen wir auf Lebewesen: wir sehen wunderschöne Flamingos an der Laguna colorada, schwarz-weiße Vögel und sogar einen Wüstenfuchs, der sich neugierig nähert. Bevor wir viele Worte verlieren (es ist eh fast unmöglich, den Anblick zu beschreiben), zeigen wir dir einfach einige Fotos:

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Am See sitzend fliegt Simone eine Feder zu – vielleicht bringt sie ja Glück? Es muss auf jeden Fall ein Zeichen sein… aber für was? Am Nachmittag fahren wir zu surreal anmutenden Felsen. Sie ragen stolz aus dem Wüstensand und scheinen wie von Gottes Hand drapiert zu sein. In dem starken Sonnenlicht sehen sie besonders anmutig aus. Ein Fels stiehlt allen anderen die Show, der sogenannte Arbol de Piedra. Es ist ein sieben Meter hoher Fels, der aussieht, wie ein Baum.

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Der Grund dafür sind starke Winde, die über Jahrtausende hinweg den Fels „abgeschliffen“ und zu einem unnatürlich natürlichen Design geformt haben. Der fantastische Anblick lässt selbst Meckerziege Lina ein Lächeln übers Gesicht huschen. Geht doch!

Ausnahmsweise gibt es hier Schilder, die darauf hinweisen, man solle bitte nicht auf die Felsen klettern, aber wo kein Kläger, da bekanntlich kein Richter. Ein paar idiotische Touristen klettern auf möglichst hohe Stellen, um das beste Foto zu knipsen. Selfie-Sucht, fehlt nur noch der entwürdigende Selfie-Stick. Genau wegen solchen Leuten wird es in einigen Jahren auch hier Absperrungen und andere Restriktionen geben. Hausverstand kann man leider nicht kaufen.

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Wir kommen an einem Büro des Nationalparks vorbei, wo wir uns registrieren und eine kleine Gebühr begleichen müssen. Nachdem Tobi nebenan ein spannendes Klo aufsucht, bei dem man per Hand und Eimer spült, ist der Tag auch schon fast vorbei.

Gonzalo bringt uns aber noch mit einem kleinen Schlenker zur Laguna roja (rote Lagune). Das Zusammenspiel von Sonne und Wind lässt die Mineralien im See traumhafte, tiefrote Farben auf das Wasser zaubern. Die Farbe ändert sich im Sekundentakt, je nachdem, aus welcher Richtung der Wind gerade pfeift. Beeindruckend!

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Wir sehen auch noch ein paar Vikunas (ähnlich wie ein Alpaka oder ein Lama) und freuen uns über das tierische Leben in der sonst einsamen Salar de Uyuni.

Traurige Vergangenheit dieser Tiere: die Inkas haben Vikunas millionenfach gehalten, um ihre wertvolle Wolle zu verarbeiten. Die einfallenden Spanier haben diese Tradition unterbrochen und die Tiere erlegt. Muchas gracias, España! Sie wollten mehr Platz schaffen für Weideland und haben die Felle verarbeitet und verkauft. Zum Glück wurde die zeitweise stark gefährdete Art durch Schutzprogramme zahlenmäßig wieder in die Höhe getrieben, heute gelten die Tiere als „nicht gefährdet“.

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Wir begeben uns in ein mutterseelenallein dastehendes Hotel, wieder sehr rustikal, und suchen uns ein Bett im Sechser-Dorm aus, Doppelzimmer gibt es keine. Mit Saskia, Koen und einigen anderen Gästen, die wir dort kennen lernen, trinken wir nach dem Abendessen ein Bier, starren in das Feuer und freuen uns des Lebens.

Einziges Manko: es ist brutal kalt!

Zum Glück gibt es einen kleinen Ofen, der wenigstens ein kleines bisschen Wärme an die ausgekühlten Gliedmaßen abstrahlt. Immer wieder erstaunlich, wie viel Kraft die Sonne hat: tagsüber heizt sie ziemlich ein, man merkt es aufgrund des Windes aber nicht, und so bekommt man unbemerkt einen Sonnenbrand. Ist die Sonne abends weg, sinkt die Temperatur schlagartig. Trotzdem wagen wir uns spät abends vor die Tür und blicken schlotternd in den Sternenhimmel, der so riesig, hell und unglaublich nahe ist. Spätestens hier haben wir Bolivien in unser Herz geschlossen!

Die letzte Nacht liegt hinter uns, bevor wir heute noch weiter reisen nach Chile. Der Rhythmus der Sonne ist gnadenlos und deshalb heißt es: früh aufstehen! Bereits um 04:15 Uhr klingelt der Wecker, wir ziehen die Stirnlampen auf, frühstücken zitternd ein bisschen Müsli und schon jagt uns Gonzalo in seinen Geländewagen. Er will, dass wir den Sonnenaufgang nicht verpassen, ein sensationeller Anblick. Vor allem, wenn man ihn sich an den Geysiren anschaut!

Hier erleben wir noch einmal die freizügige bolivianische Tourismus-Politik: einfach mal machen lassen! Man kann ungehindert an die Geysire herantreten, es gibt kaum Warnschilder, es gibt keine Pfade, Seile oder sonstige Absperrungen. Jeder kann rumlaufen, wie es ihm gefällt.

Wenn jemand in die hunderte Grad heiße Brühe rein fällt, dann ist das eben so :-)

Unglaublich, das würde es bei uns in Mitteleuropa so nicht geben! Wir genießen es und staunen über die lauten, blubbernden Geräusche, die aus dem Boden kommen. Die Hackordnung zwischen Mensch und Natur ist an Orten wie diesen ganz schnell wieder hergestellt! Unter uns befindet sich ein riesiges, heißes Wasservorkommen und schießt in konstanten Geysiren nach oben. Wir fühlen uns an den Yellowstone Nationalpark in den USA erinnert und bestaunen selig das morgendliche Spektakel.

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Eine Stunde später sitzen wir bereits im 40 Grad heißen Warmwasser-Pool, der mit Naturstein gemauert wurde und eine grandiose Aussicht über eine Lagune bietet. Es dampft und blubbert, alle sind happy. Vor lauter Freude über diese angenehme Erwärmung vergessen wir ein Foto davon zu machen :-) Ist aber auch egal, am Ende zählt die Erinnerung.

Kurz danach ist das kurze, aber intensive Abenteuer der Salzwüste vorbei: wir erreichen die bolivianisch-chilenische Grenze und verabschieden uns von Saskia und Koen, die wir hoffentlich zu Hause irgendwo einmal wiedersehen! Schnell noch ein Abschiedsfoto vor traumhafter Kulisse: die Berge spiegeln sich in einer weiteren Lagune. Ohne Worte!

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Auch Gonzalo haben wir mittlerweile ins Herz geschlossen, der sich als witziger, wohl erzogener Zeitgenosse mit sehr gutem Humor erweist. Selbst er kann es sich am Ende nicht verkneifen, die meckernde Lina das eine oder andere Mal aufs Korn zu nehmen. Wer dermaßen missmutig und humorbefreit durchs Leben geht, der hat es nicht anders verdient.

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Wir marschieren mit unseren Reisepässen ins Grenzbüro, holen uns den Einreise-Stempel ab und werden gebeten, 15 Bolivianos (2 Euro) pro Person als Gebühr zu bezahlen. Ohne lange darüber nachzudenken bezahlen wir, schließlich sollte man an einer Grenze nie Stunk machen, Hauptsache man kriegt den Stempel. Im Bus, der uns und viele andere nach San Pedro de Atacama bringt, stellen wir fest, dass die Gebühr eine illegale war, die man nicht zahlen hätte müssen.

Die Grenzbeamten bessern sich so ihre Haushaltskasse auf :-)

Auch das ist Bolivien! Alle im Bus – bis auf zwei Jungs – haben bezahlt. Ein sehr schöner Zusatzverdienst für die leider völlig unterbezahlten bolivianischen Beamten. Da es für uns im Verhältnis nicht viel Geld ist, ärgern wir uns nicht lange und freuen uns auf das nächste Naturwunder: die chilenische AtacamaWüste! Chile, allá vamos!